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| Tipps zur Beurteilung von Websites ( Erkennen von Netzleichen ) | ||||
| Eine Information des Web-Portals Linker.ch ...direkt zum guten Link ( Text: Erich Peterhans ) | ||||
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Sie kennen das bestimmt auch: Beim Surfen im Internet stossen Sie auf eine Website, die Sie begeistert. Und damit die gute Adresse nicht verloren geht, wird sie gleich zu den Favoriten hinzugefügt. Erst bei genauer Betrachtung merken Sie, dass die vermeintlich tolle Seite schon lange keine Updates mehr erfährt und viele Inhalte von vorgestern sind. |
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| Das Ende der Interneteuphorie bringt leider auch eine zunehmende Zahl vernachlässigter Websites. Fehlende Werbe-Einnahmen oder ausbleibende Onlineverkäufe führen häufig auch zur Einstellung der Hompage-Wartung. Diese Websites werden dann aber nicht vom Netz genommen, sondern verbleiben - in ihrem Ist-Zustand konserviert - im Internet. Solche "Netzleichen" sind ärgerlich und meist auch nicht leicht erkennbar. Umso mehr, als sie von Suchmaschinen noch lange Zeit als Treffer gefunden werden. Dies ist durchaus im Sinne der Seitenbetreiber, die die fehlende Wartung gerne auch mit kleinen Tricks verdecken. | ||||
| Bei der Suche im Internet muss eine Website oft in Kürze beurteilt werden. Diese qualitative Gewichtung ist mühsam und bisweilen auch für geübte Surfer frustrierend. Abhilfe können hier Linksammlungen ( wie z.B. Linker.ch ) schaffen, die bereits eine redaktionelle Vorauswahl wichtiger Websites anbieten. | ||||
| Für die Qualität und Aktualität einer Website gibt es jedoch Kontrollmöglichkeiten. Mit den folgenden Webtipps soll eine bessere Beurteilung von Websites möglich werden. | ||||
| So kontrollieren Sie Websites: | ||||
| 1. Gesellschaftliche Veränderungen | ||||
Achten Sie auf die Namen von Personen, Gesellschaften und Produkten. Das tägliche Leben bringt Veränderungen, die manche Website nicht mehr erfährt. Ist der erwähnte Politiker noch im Amt? Hat die besprochene Firma nicht bereits den Namen gewechselt? Ist der "neue Top-PC" vielleicht doch schon ein paar Jahre alt? Der Mehrwersteuersatz eines Landes ändert von Zeit zu Zeit, doch nicht jede Website bekommt das noch mit. So wurde der Umsatzsteuersatz in Deutschland im Januar 2007 von 16% auf 19% angehoben. Auch in der Schweiz gab es per Januar 2011 eine MwSt-Anpassung von 7.6% auf 8.0% (> Aktuelle Mehrwertsteuersätze diverser Länder) |
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| 2. Aktuelle Einträge? | ||||
Ein Gästebuch verrät oft mehr, als dem Webmaster lieb ist. Kontrollieren Sie Anzahl, Aktualität und Qualität der Einträge. Bietet das Gästebuch Konstruktives oder findet man nur banale Einträge wie "...besucht mich mal auf meiner Homepage unter www..."? >>Tipp: Die Einträge spiegeln in etwa das Niveau der Besucher und somit auch das der Website. Kontrollieren Sie diese Seiten auf Datum und Inhalt der letzten Einträge. Veraltete oder fehlende Hinweise zeigen, dass die Website keine Updates mehr erfährt. |
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| 3. Qualität | ||||
Achten Sie beim Seitenaufbau auf Fehlermeldungen und nicht angezeigte Bilder. Gibt es tote Links? Wird die Seite richtig dargestellt? Melden Sie allfällige Fehler dem Webmaster. Besteht das Problem nach einigen Tagen immer noch, wird sich niemand mehr darum kümmern. Qualitativ gute Websites haben meist auch einige Verweiser (Links von andern Websites). Suchen Sie daher bei Suchdiensten direkt nach Websitenamen oder Verweisern (z.B bei Google: links: "www.website-xy.ch"). |
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| 4. Sein und Schein | ||||
Manche Anbieter verdecken die fehlende Wartung mit kleinen Tricks. Die folgenden Hinweise sollen zu einer besseren Beobachtung von Websites anregen. Bitte beachten Sie, dass diese Punkte von vielen Seitenanbietern korrekt angewandt werden. |
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Für Laien ist oft nicht erkennbar, welche Seiteninhalte intern erarbeitet und welche von externen Anbietern direkt übernommen werden. Aktuelle Meldungen vermitteln unkritischen Besuchern aber das Gefühl, sich auf einer aktiv gestalteten Seite zu befinden. Dies erhöht nicht nur die Glaubwürdigkeit, sondern auch die Konsumbereitschaft. Beliebte Beispiele für externe Einbindungen sind Newsticker, Wetterdiagramme, Tageszitate etc. >>Tipp: Aktuelle Meldungen werden von diversen Anbietern gegen Gebühr oder Einblendung von Werbung zur Verfügung gestellt. Eine Website kann somit aktuelle Tagesnews anzeigen, obwohl sie seit seit Jahren nicht mehr aktualisiert wurde. Beliebt ist auch die Anzeige "letztes Update am tt.mm.jjjj". >>Tipp: Diese Daten lassen sich beliebig manipulieren (aktualisieren) und haben wenig Aussagekraft. Gerne wird auch versucht, den Surfer (oder potentielle Werbekunden) mit hohen Besucherzahlen zu beeindrucken. Denn wo sich viele Leute informieren, da muss das Angebot interessant sein. Beliebte Beispiele sind: -
Hohe Zugriffszähler
Bei Statistiken sorgen zudem Begriffe wie Hits, Impressionen, Seitenansichten, Views, Visits, Unique Visitors und Besucher für Verwirrung. |
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| 5. Kontakt, Impressum | ||||
Testen Sie eine Website mit einer thematischen Anfrage an eine Kontaktperson. Bei manchen Anbietern erhält man nur Autoresponse-Mails, die automatisch bei Eingang einer E-Mail versandt werden. Manchmal ist es wichtig zu wissen, wer der Betreiber der Website ist. Fehlt ein entsprechender Hinweis (unter Impressum, Info oder Kontakt) ist Vorsicht geboten. Manche Webmaster bieten nur ein anonymes Kontaktformular an, um die Offenlegung Ihrer Adressdaten zu umgehen. >>Tipp: Domain-Inhaber können auch über die offiziellen Domainregistrierungen (Schweiz www.nic.ch, Deutschland www.denic.de, Österreich www.nic.at) ermittelt werden. |
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| 6. Weitere Webtipps | ||||
Nebst Spam (E-Mail-Werbung) gehört die Pop Up Werbung wohl zu den unbeliebtesten Einrichtungen des Internets. Wer seinen Besuchern auf Dauer ein- oder gar mehrere Pop Ups zumutet, hat entweder ein konkurrenzloses Angebot, oder ... nichts mehr zu verlieren. Ein Pop Under Werbefenster wird unter bereits angezeigte Websites gelegt. Die auslösende Website versucht somit, die Herkunft ihres Werbefensters zu verschleiern, resp. das ungeliebte Ding einer anderen Website unterzujubeln. Entscheiden Sie selbst, ob Sie einem solchen Anbieter Ihre Zeit schenken wollen. Links und Hinweise auf billige Schmuddelseiten machen eine Website unglaubwürdig. Zudem wird niemand solche Websites weiter empfehlen oder einen Linkverweis setzen. Manchmal hilft der Webmaster gleich selber mit, seine Seite zu disqualifizieren. Ein vergessenes Update-Datum oder Zugriffsstatistiken von vorgestern, zeigen schonungslos den Zeitpunkt der letzten Anpassung. |
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| von Erich Peterhans | ||||
| © Erich Peterhans, www.linker.ch |